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"Die Rheinbach Classics standen auf der Kippe"

Heinz Haubrichs beim Unternehmer-Bierchen in Rheinbach

„Die Rheinbach Classics standen auf der Kippe!“

Bei der Netzwerkveranstaltung „Rheinbacher Unternehmerbierchen“ gewährte Classics-Vorstand Heinz Haubrichs einen Blick hinter die Kulissen der Großveranstaltung

Die „Rheinbach Classics“, die in diesem Jahr vom 20. – 22. Juli zum inzwischen 13. Mal erneut rund 25000 Besucher und etwa 700 Oldtimer in die Glasstadt locken werden, sind zweifelsfrei eine Erfolgsgeschichte. Dabei handelt es sich bei der Veranstaltung, die im Jahr 2006 erstmals stattfand und vom Fleck weg überwältigenden Zuspruch erfuhr, keinesfalls um ein reines Oldtimertreffen, wie der Vorstandsvorsitzende des Rheinbach Classics e.V., Heinz Haubrichs, am Dienstagabend vor lokalen Unternehmern im Gründer- und Technologiezentrum (gtz) referierte. „Bei den Classics geht es nicht nur um alte Autos. Und auch nicht nur um Musik. Es ist eine Zeitgeistveranstaltung, die die 50er- und 60er-Jahre feiert. Und diese Mischung macht uns aus!“

Intressierte Unternehmer aus Rheinbach

Dabei sei die Planung und Durchführung einer Veranstaltung dieser Größenordnung für alle Beteiligten ein Kraftakt, das Kernteam umfasst derzeit etwa 20 Personen, die allesamt ehrenamtlich arbeiten. „Im Orgateam bekommt keiner auch nur einen Cent für die Arbeit, die er leistet“, präzisierte Haubrichs das Engagement der Organisatoren. „Im Grunde haben wir nach einer Veranstaltung im August und September frei, ab Oktober starten die Vorbereitungen für das kommende Jahr“, führte er weiter aus. Diese hohe Belastung für ein im Grunde recht kleines Organisationsteam habe im vergangenen Jahr leider auch dazu geführt, dass einige langgediente Mitglieder ausgestiegen seien, teils aus privaten, teils aus beruflichen Gründen. „Und plötzlich wurde es ganz schön knapp“, so Haubrichs, „Schlüsselpositionen wurden frei und konnten nicht neu besetzt werden. Das hat tatsächlich das gesamte Veranstaltungskonzept in Wanken gebracht. Wir wussten nicht, wie und ob wir weitermachen können.“ Im Rahmen eines selbstverordneten Workshops sei dann unter den verbliebenen Teammitgliedern im Dezember 2017 der Entschluss gefasst worden, nicht aufzuhören und die Veranstaltung mit leicht veränderten Strukturen in die Zukunft zu führen.

Für eine gesicherte Zukunft sei allerdings eine möglichst langfristige Kooperation mit Werbepartnern „unabdingbar“, gab der Vorstandsvorsitzende den interessierten Unternehmern mit auf den Weg. „Wenn wir die Classics nicht weiterhin solide finanzieren können, sieht es düster aus.“ Nicht zuletzt gestiegene Sicherheitsanforderungen und Künstlergagen für das Eröffnungskonzert am Freitagabend seien große finanzielle Brocken, die man stemmen müsse. Für Rheinbacher Unternehmen gebe es zahlreiche Möglichkeiten, sich bei den Classicseinzubringen.

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